Die Temperaturen in Deutschland sinken, der Herbst kündigt sich an – und die Heizsaison rückt näher. Der Preis für eine Tonne (t) Pellets liegt laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) bei einer Abnahmemenge von 6 t aktuell bundesweit bei durchschnittlich 454,21 Euro. Das entspricht einem Preis von 9,1 Cent pro Kilowattstunde Wärme. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Anstieg um rund 6,2 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Preisvorteil gegenüber fossilen Energieträgern deutlich vergrößert: Pellets sind aktuell rund 48 Prozent günstiger als Heizöl und rund 20 Prozent günstiger als Erdgas.
Mit den ersten kühleren Tagen steigt die Nachfrage nach Brennstoffen allmählich wieder an. Das macht sich auch beim Pelletpreis bemerkbar. Viele erfahrene Pelletheizer haben ihre Lager bereits in den Sommermonaten aufgefüllt. Wer noch für die kommende Heizperiode vorsorgen möchte, dem empfiehlt das DEPI, den eigenen Lagerbestand zu prüfen und ggf. Pellets entsprechend des individuellen Bedarfs einzukaufen.
Neben einer hohen Nachfrage ist auch die angespannte Situation auf dem Holzmarkt ein wichtiger Faktor für die aktuelle Preisentwicklung. „Die Sägewerke sind derzeit mit einer sehr geringen Nachfrage nach Schnittholz konfrontiert. Die Reaktion hierauf ist ein deutlich reduzierter Einschnitt. Dadurch fehlen die Restholzmengen für die Pelletproduktion“, erklärt DEPV-Geschäftsführer und Diplom-Forstwirt Martin Bentele. Der Pelletpreis orientiert sich dabei nicht am Öl- oder Gaspreis. Der derzeitige Preisvorteil gegenüber fossilen Energieträgern widerspricht deutlich einer Kopplung an deren Preisentwicklung. „Ein gewaltiger Abstand wie aktuell von fast 50 Prozent zugunsten von Pellets wäre als Marktvorteil gar nicht nötig“, so Bentele.


