Bis zu 45 % Förderung für eine neue Hackgut- oder Pelletheizung

Erstellt von Deutsches Pelletinstitut (DEPI) |

BAFA Teil des Marktanreizprogramms MAP ändert sich 2020

Berlin, 20.12.2019

Zum 1. Januar 2020 plant die Bundesregierung neue, deutlich attraktivere Förderkonditionen im BAFA-Teil des Marktanreizprogramms (MAP). Die folgenden Informationen gelten vorbehaltlich der zum 30. Dezember angekündigten Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinie:

  • Umstellung auf prozentualen Zuschuss im Bestand und Neubau (letzteres nur für Anlagen mit Brennwerttechnik oder Partikelabscheider) -Holzzentralheizung oder wasserführender Pelletkaminofen: 35 % -Bei Austausch alter Ölheizung: 45 % (wenn Ölheizung nach EnEV nicht austauschpflichtig) - Solaranlagen: 30 % - Holzzentralheizung oder wasserführender Pelletkaminofen in Kombination mit förderfähiger Solarthermieanlage: 35 % bzw. 45 % (Austausch Ölheizung) - Holzzentralheizung oder wasserführender Pelletkaminofen mit Gasbrennwert als Hybridanlage mit 25 % erneuerbarem Anteil: 30 % für gesamte Anlage
  • Max. 50.000 € (brutto) pro Wohneinheit bei Wohngebäuden und max. 3,5 Mio. € (brutto) bei Nichtwohngebäuden.
  • Investitionssumme umfasst alle mit dem Heizungstausch verbundenen Maßnahmen und Gerätschaften wie Pufferspeicher, Lager- und Transportsysteme.
  • Die 100 kW-Grenze fällt: Es werden ab 2020 im BAFA-Teil auch größere Anlagen gefördert.
  • KfW-Teil des MAP (Anlagen > größer 100 kW) läuft 2020 weiter. BAFA-Förderung aber in der Regel finanziell attraktiver. Ausnahmen: Mit Holz befeuerte KWK-Anlagen und Neuanlagen größer 100 kW ohne Partikelabscheider oder Brennwerttechnik.
  • APEE-Zusatzbonus entfällt im BAFA-Teil des MAP, im KfW-Teil gibt es ihn 2020 noch.

Die geplante Steuerförderung in Höhe von 20 % der förderfähigen Kosten für Maßnahmen der energetischen Gebäudemodernisierung (nur Gebäudebetand!) wird (Stand 19.12.2019) ab 2021 auch für alle seit 2020 installierten und im MAP förderfähigen Holzfeuerungen gelten – allerdings nur für selbstnutzende Gebäudeeigentümer. Die Steuerförderung wird allerdings für diejenigen Heizungsmodernisierer attraktiver als das MAP sein, die es versäumt haben, ihren Förderantrag rechtzeitig vor der Auftragsvergabe für die neue Holzfeuerung beim BAFA einzureichen.