Biomassehof Achental kann auf erfolgreiches Jahr zurückblicken

Erweiterung der bestehenden Holzvergaseranlage wurde in Betrieb genommen

Grassau / Achental – Über einen erfolgreichen Geschäftsverlauf konnte der Geschäftsführer des Biomassehofs Achental, Wolfgang Wimmer, den zahlreich anwesenden Gesellschaftern berichten. Die Versammlungsteilnehmer erfuhren aktuelles zu den Geschäftszahlen aus dem Brennstoffhandel und der Energieerzeugung für das zurückliegende Jahr 2017. Des Weiteren gab es auch Informationen zu den vielfältigen Aktivitäten des Biomassehofes für die Regionalentwicklung und den Ausbau der Erneuerbaren Energieträger. Eine kleine Änderung erfolgte bei den Vertretern des Beirates, für den Schlechinger Bürgermeister Josef Loferer rückte sein Bergener Amtskollege Stefan Schneider in das Gremium nach.

 

Neben der Erweiterung der bestehenden Holzvergaseranlage konnte auch der Unternehmensumsatz im abgelaufenen Jahr kräftig ausgebaut werden. Im Vergleich zum Vorjahr war eine Steigerung von mehr als 23 Prozent zu verzeichnen. Die Nachfrage nach der umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Energie aus Holzbrennstoffen in Form von Holzpellets und Hackschnitzel sei konstant vorhanden, betont Wimmer. Deshalb konnte auch das Betriebsergebnis insgesamt gesteigert werden. Die guten Zahlen belegen die finanzielle Rentabilität der Energiewende. Besonders wertgeschätzt von den Kunden wird der regionale Bezug und die besondere Qualität der Produkte, so der Geschäftsführer. Er verwies in dem Zusammenhang auf die Zunahme von neuen Heizungsanlagen zur Energieholznutzung und freute sich, dass erst vor kurzem die 150.000ste Pelletfeuerung in Betrieb ging. Die meisten Anlagen davon werden in Bayern installiert. Auch bei der Pelletproduktion liegt der Freistaat ebenfalls mit einer Jahresmenge von rund 600.000 Tonnen und damit etwa einem Drittel der in Deutschland erzeugten Pellets vorne. Diese Menge entspricht dem aktuellen Verbrauch. „Eine Steigerung ist durchaus möglich. Die in den Sägewerken anfallenden Späne und Hackschnitzel sind die Basis für die Pelletproduktion. Ihre Verfügbarkeit ist so hoch, dass die Anzahl der Pelletfeuerungen weiter ausgebaut werden kann“, so Wimmer weiter. Durch den bundesweit hohen Anfall von Resthölzern, dem daraus resultierenden niedrigen Preis und ihrer hohen Klimarelevanz kann der Anteil von Holzenergie am Wärmemarkt bis zum Jahr 2050 deutlich erhöht werden.
 

Erweiterung der bestehenden Holzvergaseranlage wurde in Betrieb genommen   

Die größte Investition für das Unternehmen im vergangenen Jahr war die Erweiterung der bestehenden Holzvergaseranlage am Standort in Grassau. Seit letztem Oktober versorgen drei Holzvergasermodule der Burkhardt GmbH aus Mühlhausen die bestehenden Gasmotoren. Rechtzeitig zur bevorstehenden Heizsaison kommen nun jährlich etwa 3.000 Tonnen Holzpellets zum Einsatz und produzieren Strom für rund 1.000 Haushalte und Wärme für etwa 400 Haushalte. Letztere kann in das Fernwärmenetz der Wärmeversorgung in Grassau eingespeist und somit den bestehenden Wärmekunden zur Verfügung gestellt werden. Der Geschäftsführer beziffert die abgeschlossene Investition auf etwa eine halbe Million Euro. Eine erneute Anlagenerweiterung ist derzeit in der Prüfungsphase, durch diese könnte die Sommerlast im Fernwärmenetz komplett mittels der Wärmeauskoppelung aus den Holzvergasern abgedeckt werden.

 

Kompetenzzentrum ist in der Planung

Zur Unternehmensweiterentwicklung und Bündelung der Aktivitäten im Bereich der Regionalentwicklung und dem Ausbau der erneuerbaren Energien im Besonderen, ist ein Neubau auf dem benachbarten Grundstück im Gewerbegebiet Eichelreuth in Grassau vorgesehen. Hierfür läuft derzeit die Änderung des Bebauungsplanes für den Geltungsbereich. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Büroeinheiten und Platz für Seminar – und Ausstellungsbereiche. 

 

E-Cross Germany Bayern macht am 07. Juli Station in Grassau

Dabei handelt es sich um eine Rallye mit Wertungsprüfungen an der nur Elektrofahrzeuge teilnehmen können. Landschaftlich attraktive Strecken und Streckenpunkte zeichnen die e-CROSS GERMANY aus. Längere Etappen durch Städte, Bundesländer und durch ganz Deutschland sollen zeigen, dass Elektromobilität im Alltag einsetzbar und auch auf größeren Distanzen möglich ist.
In diesem Jahr findet die e-CROSS GERMANY in den drei Ländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg statt. Die bayerische Wertungsprüfung erfolgt entlang einer 150 Kilometer langen Strecke und macht am 07. Juli auf dem Gelände des Biomassehofes und der Wärmeversorgung in Grassau Station. Start und Ziel sind dabei im Zentrum von Rosenheim, ansonsten erfolgt die Streckenführung durch das Inntal, Tirol und den Chiemgau.

Besonders lobend erwähnte Wimmer die gut funktionierende Öffentlichkeitsarbeit des Biomassehofes im Einklang mit dem Ökomodell Achental und verwies auf die zahlreichen Besuchergruppen aus dem In- und Ausland.
 

Auf dem Bild von links:

Nach umfangreichen Umbauarbeiten freuten sich Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Biomassehof Achental und Helmut Kipfstuhl, Projektleiter der Burkhardt GmbH, über die Erweiterung und Inbetriebnahme der Holzvergaseranlage.