10. Internationale Anwenderkonferenz Biomassevergasung fand in Innsbruck statt

am 10.12.2019 fand die 10. Internationale Anwenderkonferenz Biomassevergasung im Management Center in Innsbruck statt. Alle zwei Jahre organisiert die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V., mit Sitz in Berlin, diese Veranstaltung.

Dabei sind kommunale, gewerbliche und private Anlagenbetreiber im Austausch mit den Anlagenherstellern und stimmen sich mit Forschungseinrichtungen bzw. Verbandsvertretern und der Politik ab.

Dieses Jahr stand die Erschließung neuer Geschäftsmodelle im Mittelpunkt und die Änderungen der Rahmenbedingungen aufgrund der politischen Diskussionen.

Besondere Aufmerksamkeit erweckte der Einblick in den Anlagenbetrieb der verschiedenen Marktanbieter. Dabei berichteten sechs Anlagenbetreiber über ihre Erfahrungen im täglichen Betrieb mit den unterschiedlichen Systemen zur Erzeugung von regenerativen Strom und Wärme.

Unter dem Titel: „mit Pellets verlässlich Strom und Wärme produzieren, Erfahrungen mit Holzgas-KWK-Anlagen der Firma Burkhardt“, informierte Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Biomassehof Achental GmbH & Co.KG, die Teilnehmer und via Live-Stream auch die Studenten im Hörsaal der Universität in Innsbruck.

Wimmer berichtete dabei über die Motivation zur Investition in die Holzvergasertechnologie und die Entscheidungskriterien, welche für die Firma Burkhardt ausschlaggebend waren. So wurde 2016 zunächst mit zwei Vergasern und einem Blockheizkraftwerk (BHKW) begonnen, bevor 2017 die Anlage um eine weitere Vergasereinheit mit BHKW ergänzt wurde.

Erst im August 2019 ging ein weiterer Burkhardt-Vergaser ans Netz mit einem zusätzlichen BHKW. Insgesamt sind nun 730 kW elektrisch und 1,15 MW thermisch im Einsatz. Während die elektrische Leistung komplett ins öffentliche Stromnetz der Bayernwerk AG eingespeist wird, erfolgt die Wärmeauskoppelung in das Fernwärmenetz des Marktes Grassau.

Das Bild zeigt Geschäftsführer Wolfgang Wimmer bei seinem Vortrag in Innsbruck