Ökomodell in der engeren Auswahl als "Bioenergie-Region"
20.12.2008 09:49
Geschäftsführer Wolfgang Wimmer informierte im Rahmen einer Gemeinderatssitzung in Schleching im Dezember 2008:
Erfreulich und bemerkenswert ist die Auswahl des „Ökomodells Achental“ als eine der Regionen für die zweite Wettbewerbsphase im „Bundeswettbewerb zum Aufbau regionaler Netzwerke im Bereich der Bioenergie“. Ziel des Wettbewerbs sei, regionale Biomassepotentiale zu nutzen und funktionierende Netzwerke zu etablieren. Vorrangig sei ferner ein nachhaltiger Ausbau, der unter anderem zu neuen Arbeitsplätzen in der Region führe. Im Rahmen der ersten Informationsveranstaltung zum Wettbewerb gab das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) am 29. September 2008 die Regionen bekannt, die für die zweite Wettbewerbsphase zugelassen werden. Aufgrund der guten Resonanz und der hohen Anzahl qualitativ hochwertiger Konzepte habe sich das Bundesministerium zu einer Aufstockung des Wettbewerbs entschieden. Insgesamt 50 Regionen können sich mit einem Regionalentwicklungskonzept für die Endauswahl bewerben. Statt der bisher vorgesehenen 16 Regionen würden nun 25 Regionen mit bis zu 400.000 Euro bei der Umsetzung ihrer Ideen gefördert. Die eingereichten Anträge würden vor allem nach ihrer Kreativität und den Umsetzungschancen des Projekts beurteilt. Antragsteller ist der Biomassehof Achental.
Bereits seit 2004 ist das Achental Modellregion in dem EU-Projekt „RES-Integration“, mit dem die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien in ländlichen Regionen vorangebracht werden soll. Leitvision für das Ökomodell sei, das Gebiet bis zum Jahr 2020 zu hundert Prozent mit Erneuerbaren Energien zu versorgen. Nach der richtungsweisenden Realisierung des Biomassehofes, sei in zwei Ausbaustufen, die Nahwärmeversorgung von Grassau geplant, so Wimmer. Außerdem werde der Aufbau von Mikronetzen, zum Beispiel für das Postheim in Oberwössen, unterstützt. Die Wasserkraft, unter anderem im Weißachental in Bergen, soll reaktiviert und ausgebaut werden. Ein Interreg-Antrag von Heizwerkbetreibern sei in Vorbereitung.
Barbara Reichenbach (bre), Tel. 08641/63062, Weitwiesstraße 24, 83259 Schleching-Raiten







