1. Achentaler Bioenergietag war ein voller Erfolg
15.10.2009 09:59
Viele Besucher beim Aktionstag
Der Biomassehof Achental in Grassau kann sich sehen lassen. Gut zwei Jahre nach der Inbetriebnahme zeigt er sich weiterhin bestens gerüstet für die Zukunft. Die Zahl der Abnehmer an Hackschnitzeln, Pellets und Scheitholz usw. steigt ständig. Das Rohmaterial Holz stammt aus einem Umkreis von 50 Kilometern - womit auch die regionale Wertschöpfung weiter vorangetrieben werden konnte.
Im Rahmen des ersten "Bioenergietages" stellten die Gemeinden ihren Biomasshof vor. Auch viele Anbieter von Pellets-, Stückgut- und Hackschnitzelheizungen, von kleinen bis zu professionellen Holzspaltern, von Motorsägen und vielem rund um das Arbeiten mit Holz nahmen die Gelegenheit wahr, sich und ihre Produkte zu präsentieren. Zudem gab es Vorführungen darüber, wie zum Beispiel aus einem Baumstamm in Sekundenschnelle Scheitholz oder Hackschnitzel hergestellt werden. Verblüfft und interessiert zugleich konnten die vielen Besucher zusehen, wie schnell und ohne menschlichen Kraftaufwand Heizmaterial hergestellt werden kann.
Geschäftsleiter Wolfgang Wimmer erinnerte an die Anfänge des Biomassehofs vor zwei Jahren. Die Ökomodellgemeinden haben laut Wimmer ein ehrgeiziges Ziel und wollen ihren Wärmeenergiebedarf bis 2020 aus den eigenen Ressourcen decken. Mit dem Biomassehof sei man diesem Ziel einen großen Schritt nähergekommen. Er informierte, dass das Ökomodell Achental zur "Bioenergieregion" ernannt worden sei. Die Auszeichnung sei mit einem Projektbudget von bis zu 400.000 Euro verbunden.
Grassau sei stolz auf den Biomassehof und das Biomasseheizwerk, das derzeit gebaut werde, betonte Bürgermeister Rudi Jantke. Dadurch kann der Markt Grassau auch einen großen Beitrag zur Bioenergieregion Achental leisten.
Zum Biomasseheizwerk der Gemeinde erklärte Alexander Frank, dass durch die bereits unterzeichneten Vorverträge nach Inbetriebnahme des Biomasseheizwerks eine Heizölmenge von 1,5 Millionen Liter eingespart werden könne. Gerechnet werde mit 150 Kunden im 1. Bauabschnitt. Weitere Vorträge hielten der Energieberater Richard Korten und Bauunternehmer Hans-Peter Kaindl, beide aus Reit im Winkl, über Gebäudesanierungen und Franz Schlechter von der VR Bank Rosenheim-Chiemsee informierte bezüglich Finanzierungsmodellen.





