Energie-Bürgersprechstunde für Achentaler Bürger
05.06.2009 10:00
Im Rahmen seiner letzten Sitzung hat der Gesamtvorstand des Ökomodells Achental beschlossen Energie-Bürgersprechstunden durchzuführen. Ziel dabei ist es, durch eine kostenlose, neutrale Einstiegsberatung möglichst viele Hausbesitzer zu motivieren sich mit ihren Möglichkeiten der Energieeinsparung auseinander zu setzen. Die Gemeinden zeigen damit, dass es ihnen mit dem Ziel das Achental bis zum Jahr 2020 mit Wärme und Strom aus der Region versorgen zu können, ernst ist.
In der Energie-Bürgersprechstunde haben alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedsgemeinden im Ökomodell Achental die Möglichkeit sich beraten zu lassen, durch welche technischen Maßnahmen die höchste Energieeinsparung erreicht werden kann, welche praktikablen Lösungsmöglichkeiten optimal zur energetisch Gebäudesanierung eingesetzt werden können und welche Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zur Gebäudesanierung in Anspruch genommen werden können. Für die Nutzung von regenerativen Energien, wie Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung sowie für Holzpellets- und Hackschnitzelanlagen, gibt es von der Bundesregierung teilweise erhöhte Zuschüsse.
Die regelmäßig im Biomassehof und in den Mitgliedsgemeinden durchgeführten Energiebürgersprechstunden werden von der EnergieAgentur Chiemgau-Inn-Salzach (CIS) im Auftrag des Ökomodell Achental organisiert. Durchgeführt wird die Beratung von anerkannten und unabhängigen Energieberatern aus dem Achental.
In der Beratungsstunde wird u.a. zu folgenden Themen beraten und informiert:
- Wie kann ich meine Strom- und Heizkosten vermindern?
- Welches Heizsystem ist das Richtige für mein Haus/meine Wohnung?
- Welche erneuerbaren Energien kann ich einsetzen?
- Muss ich meine Fenster auswechseln?
- Welche Dämmstoffe passen zu meinem Haus?
So kann beispielsweise mit effizienter Energienutzung der Stromverbrauch um 10 bis 15 Prozent reduziert und mit guter Wärmedämmung der Heizenergieverbrauch um 30 bis 50 Prozent gesenkt werden. Für eine energetische Altbau-Sanierung können bei der KfW im Programm „Niedrigenergiehaus im Bestand“ hohe Zuschüsse beantragt werden. Wenn man ein Einfamilienhaus so gut saniert, dass es 50 % unter dem energetischen Neubaustandard liegt, dann erhält der Eigentümer ein zinsgünstiges Darlehen über 50.000 € und davon 10.000 € Zuschuss. Zusätzlich wird ein Holzpelletskessel mit 5.000 € gefördert und eine Solaranlage mit 20 m² Kollektorfläche für Heizungsunterstützung erhält einen Zuschuss von 4.200 €. Insgesamt ist also ein Zuschuss von 19.200 € möglich und der Energieverbrauch wird um bis zu 75 % gesenkt.
Die Antragstellung für dieses Sonderprogramm der KfW/dena wurde bis zum 30.09.08 verlängert. Die EnergieAgentur Chiemgau-Inn-Salzach ist für Ober- und Niederbayern die Antragsprüfungsstelle.
In den Sprechstunden können sich neben privaten Haushalten, Haubesitzern auch Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende (insbesondere Gaststätten und Hotels) aus den Mitgliedgemeinden des „Ökomodell Achental“ zu allen Fragen der Energieeinsparung, der Nutzung von regenerativen Energien und den Fördermöglichkeiten informieren.
Die erste Energiesprechstunde findet am 27. Mai, ab 15:00 Uhr im Biomassehof in Grassau statt. Die Dauer einer Einzelberatung beträgt eine Stunde. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Eine telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 08649-986655 ist erforderlich.







