Biomassehof Achental
 
 

Biomassehof Achental
GmbH & Co. KG
Eichelreuth 20
83224 Grassau
Tel.: 08641 – 694143-0
Fax: 08641 – 694143-29
info@biomassehof-achental.de

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 07.00 – 16.00 Uhr
Sa: 09.00 – 12.00 Uhr (von Oktober bis April)

Mach's mit Pellets

Sonnenkreis Traunstein

tl_files/images/bioregions.eu.jpg

Das EU Projekt BioRegions beschäftigt sich mit der Entwicklung von Bioenergie Regionen in ganz Europa. Das Achental wirkt dort als sogenanntes Best Practice Region mit, also als Region von der sich andere etwas abschauen können.

Besuchergruppen aus aller Welt beim Biomassehof

Besuchergruppen aus aller Welt beim Biomassehof

30.11.2007 09:37

Fachleute aus aller Welt informieren sich über den Biomassehof Achental

Gerne geben wir unsere Erfahrungen zu allen Themen der nachhaltigen Regionalentwicklung an Interessierte weiter – in Form von Führungen, Vorträgen, Organisation von Besichtigungen der verschiedenen Einrichtungen und Betriebe, Infomaterial u.v.m.


Angehende Führungskräfte aus Südamerika kamen zum
Erfahrungsaustausch für nachhaltige Entwicklung

Am 28. November besuchten 30 Biologen, Agrar- und Forstingenieure, Rechtsanwälte und eine Tierärztin aus Südamerika den Biomassehof Achental im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung von InWEnt. Die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH arbeitet unter anderem eng mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zusammen und hat sich die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften für eine nachhaltige und global gerechte Entwicklung zur Aufgabe gestellt. Die Gäste aus Südamerika befassen sich mit Veränderungsprozessen im „Biodiversitätsmanagement“.

Geschäftsführer Wolfgang Wimmer informierte die Gruppe über die Entstehung, Aufgaben und Ziele des „Ökomodell Achental“ und führte sie über den neuen Biomassehof.

Weiter Stationen des Informationsbesuches im Achental war die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Achental in Grassau, der neue Edelstahl-Hochbehälter für die Wasserversorgung von Grassau sowie der Besuch auf dem Berghof „Moar“ in Unterwössen, wo Familie Nieß den Gästen einen Einblick in die Landwirtschaft und „Ferien auf dem Bauernhof“ gab.


Japanische Delegation beim „Ökomodell Achental“ - 
Technologieaustausch zu Erneuerbaren Energien

Zwischen der Präfektur Shiga in Japan und dem Chiemgau besteht bereits seit mehreren Jahren ein reger Technologieaustausch. Japan gliedert sich in 47 Präfekturen, die etwa unseren Bundesländern entsprechen. Die wirtschaftlichen und zum Teil auch die gesellschaftlichen Strukturen in Japan seien vergleichbar, meinte Heinrich Wallner, Verbandsrat des Abwasserzweckverbandes (AZV) Chiemsee. Er besichtigte im vergangenen Jahr in Japan die Biodiesel-Heizanlage des Takashima-Werkes und soziale Einrichtungen, die entsprechend beheizt werden. Deshalb bestand vonseiten der Japanischen Gäste großes Interesse, den Biomassehof Achental, an dem die sieben Mitgliedsgemeinden des „Ökomodell Achental“ beteiligt sind, zu besichtigen. Wallner hatte den Kontakt hergestellt und nahm an der Informationsrunde teil. Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Ökomodell Achental, erläuterte die Ziele des „Ökomodell Achental“ und die wirtschaftlichen Zusammenhänge zur Entstehung des Biomassehofes und führte die Gruppe anschließend über das Betriebsgelände.

Zu der 5-köpfigen Gruppe der Präfektur Shiga gehörten unter anderem Eiichi Baba, Präfektur Shiga, Group Manager des Industrial Support Center, Takuya Takahashi, Lektor der Universität, und Hisataka Kawaguchi, Abteilung für Internationale Angelegenheiten. Als Dolmetscherin fungierte Kiriko Nishiyame, Offizielle Repräsentantin der Präfektur Shiga in Bayern. Außerdem begleitete der Britische Generalkonsul Steve Plater aus München die Gäste.

„Man merkt, wie die Welt immer näher zusammenrückt“, meinte Wimmer. Seit über zehn Jahren setze sich das „Ökomodell Achental“ für eine nachhaltige Regionalentwicklung, zum Beispiel im Tourismus, der Natur- und Landschaftspflege ein. Zur Unterstützung der Direktvermarktung wurde ein eigenes Logo-Konzept entwickelt. In der Grenzregion zu Tirol konnte eine Vielzahl von Fördermaßnahmen der Europäischen Union abgeschlossen werden. Im Bereich der Erneuerbaren Energien sei das Gebiet des „Ökomodell Achental“ Europäische Modellregion. Eine umfangreiche Datenerhebung und eine Projektstudie konnten bereits fertiggestellt werden. Darin enthalten sind Vorschläge, welche Projekte als erstes realisiert werden sollten. Die Leitvision sehe vor, dass der gesamte Energiebedarf bis zum Langfristziel im Jahr 2020 aus eigenen Ressourcen gedeckt werden könne.

Das erste Projekt, der Biomassehof Achental ging vor zwei Monaten offiziell in Betrieb. Zum Lieferumfang gehören Hackschnitzel in verschiedenen Qualitätssegmenten, Pellets, Holzbriketts und Scheitholz. Der Biomassehof verstehe sich als Bindeglied zwischen Verbrauchern und privaten Waldbauern sowie öffentlichen Forstbetrieben. Der Standort in Grassau solle Zentrum für Erneuerbare Energien im Achental werden und in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden werden, zum Beispiel durch den Besuch von Schulklassen. Für das Grassauer Gewerbegebiet bis zum Sporthotel Achental, für das eine Erweiterung auf 420 Betten und ein Goldplatz ansteht, ist eine „Hackschnitzelfernwärme“ geplant. Neben Einzelprojekten in anderen Gemeinden sei vorgesehen, Wärmeverbünde anzuschieben. Das Grundstück des Biomassehofes von 5.500 Quadratmetern, liege zentral mit etlichen Gewerbebetrieben in der Nähe und sei hervorragend angeschlossen. Die Schirmherrschaft für das Projekt habe Landtagspräsident Alois Glück übernommen.
Die Hackschnitzel, die mit Lastkraftwagen angeliefert werden, werden im Biomassehof durch Trocknung aufgewertet. Im Betrieb sind fünf Personen beschäftigt. Es bestehen unter anderem Lieferverträge mit Waldbesitzern und Sägewerksbetreibern. Hackschnitzel würden vor allem aus Fichten gewonnen. Der Bestand an 60 bis 80 Jahre alten Fichten sei in Bayern und Tirol sehr gleichmäßig vorhanden und mit Japan nicht zu vergleichen, ergänzte Wallner. „Scheitholz wird nur regional von privaten Waldbesitzern und vom Forstbetrieb Ruhpolding, als dem Eigentümer der größten Waldflächen im Chiemgau bezogen“, erklärte Wimmer. Die Pellets liefern zwei große Werke in Kundl (Tirol) und Abtenau (Land Salzburg). Der Biomassehof sei in Kontakt mit einem Kesselhersteller (HDG-Bavaria) und Universitäten in Köln und Leipzig, um auch in kleineren Öfen die Pellets durch Hackschnitzel ersetzen zu können, was über einen Forschungsauftrag geprüft werden soll.

Die eigene Hackschnitzel-Heizanlage mit 150 Kilowatt Wärmeleistung wird zur Trocknung der Hackschnitzel in den großen Hallen und für die Beheizung des Gebäudes, unter anderem mit Empfangsraum für Gäste verwendet. Die eigene Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 60 KilowattPeak (kWp) liefere ein Drittel des Strombedarfes.

In der anschließenden Diskussion fragten die Gäste, nach den Möglichkeiten, auch den Strombedarf decken zu können. Wimmer betonte, dass dies ohne drastische Effizienzsteigerung schwierig werde. Derzeit würden im Achental mit 30.000 Hektar Fläche und der gleichen Anzahl Menschen etwa 14 Prozent an Strom und 13 Prozent an Wärme über erneuerbare Energien gedeckt. Strom aus Wasserkraft spiele in dem wasserreichen Standort mit der Tiroler Achen und ihren Zuflüssen eine große Rolle. Die Ausnützung der Windkraft sei in der Kulturlandschaft mit dem Schwerpunkt Tourismus und rund einer Million Übernachtungen pro Jahr im Achental unbeliebt. Die Geothermie könne oberflächennah in ein bis eineinhalb Metern Tiefe genutzt werden. Tiefenwärme mit etwa 70 Grad Wassertemperatur sei durch die relativ dicke Erdkruste erst in 3.000 bis 4.000 Metern Tiefe zu finden. Wallner ergänzte, dass um Traunstein in etwa 5.000 Metern Tiefe eine Temperatur von etwa 140 Grad gefunden wurde. Es bedeute jedoch eine enorme technische Herausforderung, diese Möglichkeiten mit einer geschätzten Leistung von 40 Megawatt Strom und 80 Megawatt Wärme nutzen zu können.

Die Hackschnitzel, die mit Lastkraftwagen angeliefert werden, werden im Biomassehof durch Trocknung aufgewertet. Im Betrieb sind fünf Personen beschäftigt. Es bestehen unter anderem Lieferverträge mit dem größten Sägewerk in Tirol. In Bayern seien die entsprechenden Werke eher kleinstrukturiert. Hackschnitzel würden vor allem aus Fichten gewonnen. Der Bestand an 60 bis 80 Jahre alten Fichten sei in Bayern und Tirol sehr gleichmäßig vorhanden und mit Japan nicht zu vergleichen, ergänzte Wallner. „Scheitholz wird nur regional von privaten Waldbesitzern und vom Forstbetrieb Ruhpolding, als dem Eigentümer der größten Waldflächen bezogen“, erklärte Wimmer. Die Pellets liefern zwei große Werke in Kundl (Tirol) und Abtenau (Land Salzburg). Der Biomassehof sei in Kontakt mit Kesselherstellern und Universitäten in Köln und Leipzig, um auch in kleineren Öfen die Pellets durch Hackschnitzel ersetzen zu können.

Barbara Reichenbach (bre), Tel. 08641/63062, Weitwiesstraße 24, 83259 Schleching-Raiten / 5.12.2007



Zurück


Aktuelles

16.01.2012 09:00

Achental erzielt Erfolge auf vielen Feldern

Dank intensiver Vorbereitung und gewissenhafter Ausführung konnten im Achental zuletzt Erfolge in vielen Bereichen der Bioenergie verzeichnet werden.

Weiterlesen …

11.10.2011 06:41

Innerhalb weniger Tage - Besuchergruppen aus aller Welt zu Gast in der Bioenergie-Region Achental

Ein paar sehr intensive Tage erlebten gleich mehrere Besuchergruppen aus fast allen Erdteilen am Biomassehof und in der Bioenergie-Region Achental.

Weiterlesen …

10.08.2011 14:45

Positive Jahresbilanz des Biomassehofs

Der Biomassehof konnte auf der Gesellschafterversammlung auf ein durchweg positives Jahr 2010 zurück blicken.

Weiterlesen …

 
© 2010 biomassehof-achental | Alle Rechte vorbehalten | Konzept: www.publicdesign.de