Achental erzielt Erfolge auf vielen Feldern
16.01.2012 09:00
In der Bioenergie-Region Achental ist nach langer Vorbereitung und intensiver Bauphase der Heatpipe-Reformer zur Holzvergasung fertiggestellt. Dies ist weltweit der erste Vergaser dieser Bauart, der zur äußerst wirtschaftlichen und hoch wirksamen Erzeugung von Strom und Wärme in der Praxis eingesetzt werden wird. Die Versorgung der Anlage wird ausschließlich durch regionale Reststoffe und nachwachsende Rohstoffe sichergestellt.
Des Weiteren gelang es durch die Akquise eines Fachexperten den Ausbau von KUPs in der Region voranzutreiben. Diese sollen vorrangig auf landwirtschaftlichen Grenzstandorten angepflanzt werden und die langfristige regionale Versorgung der Gipfelprojekte, wie zum Beispiel des Biomasse-Heizwerks Grassau, sichern.
Beim Aufbau des Fernwärmenetzes in der Gemeinde Grabenstätt gab es entscheidende Fortschritte in der Projektvorbereitung. So können die Pläne für den Bau des Fernwärmenetzes und des zugehörigen Hackschnitzel-Heizwerks mit einer Leistung von 800 KW in die Umsetzung gehen. Auch diese Anlage soll exklusiv mit regionalen Reststoffen betrieben werden und einen weiteren wichtigen Baustein für den Ausbau der Bioenergie setzten.
Ein weiteres spannendes Thema ist die Pelletierung und Konditionierung von Agrarreststoffen. Dazu werden momentan von einem Partner Pelletier- und Torrefizierversuche mit verschiedenen Ausgangsmaterialien durchgeführt. Die entstehenden Pellets werten die Reststoffe deutlich auf und sind für verschiedene Zwecke geeignet, unter anderem zur Verbrennung, Einstreu oder Düngung.
Ebenfalls als Erfolg kann der abgeschlossene Liefervertrag mit den Bayerischen Staatsforsten verbucht werden, die im Besitz von ca. 90% der Waldfläche im südlichen Achental sind. Da die Versorgung der Achentaler „Gipfelprojekte“ bspw. der Wärmeversorgung Grassau, mit Waldrestholz, bisher ausschließlich von privater Seite erfolgte, ist mit diesem neuen Vertrag eine langfristig garantierte Belieferung der lokalen Verbraucher leichter zu sichern.
Zu guter Letzt ist die energetische Verwertung des auf zahlreichen Reiterhöfen anfallenden Pferdemists ein interessantes Forschungsfeld im Achental. Da die direkte Verbrennung der verschmutzten Einstreu technisch sehr aufwändig ist, gab es dazu im Dezember Versuche zur Verbrennung von Gärresten aus einer Biogasanlage. Diese BGA vergärt die Pferdeeinstreu und liefert einen normierbaren Brennstoff, der wirtschaftlich beziehbar ist und sich gut zur Mischverbrennung mit Hackschnitzeln eignet.
Insgesamt geht es im Achental gut voran mit dem Ausbau der Bioenergie in den verschiedensten Facetten!







